Dank der hier wirklich mal guten Berichterstattung des Kölner Stadtanzeigers wissen wir seit Wochen, dass nicht wenige Menschen aus Bosnien und dem Irak den vielleicht irgendwann mal gutgemeinten Hilfsangeboten damit geantwortet haben, dass sie einerseits Transferleistungen vom Staat bezogen und im Nebenerwerb als Kriminelle unterwegs waren. Am 2.9.26 brachte der KStA das mit der Überschrift „6800 Namen, 12.000 Verfahren“ auf den Punkt. So viele Strafverfahren hatten 2.100 von den 6.800 Menschen auf sich geladen, die doch als Gäste großes Interesse haben sollten, sich hier gemäß den hier geltenden Regeln zu verhalten. Die Naivität in der Migrationspolitik in der Stadt Köln hat sich hier anders orientiert: Kriminell gewordene Menschen, die man mit Hlfe der Coesfelder Liste hätte ausweisen können, wurden im Namen eines naiv zu nennenden Bleiberechtsprogramms umarmt. Dabei hat — wenn man auf Wahlergebnisse guckt — offenbar nicht nur mein Rechtsempfinden gelitten.
Liebe Freundinnen und Freunde aus dem Bereich der Grünen, Linken und SPD: Zetert nicht, wenn um 18 h die Wahlergebnisse schlecht im Sinne einer demokratischen Mitte ausfallen. Getreu dem Satz „Der Deutsche ist erst sentimental und hinterher brutal“, wahlweise Jean Cocteau oder Albert Einstein zugeschrieben, vertreten viele von euch den „sentimental“-Part. Als Folge dieser eher sentimentalen bis naiven Politik hat die „brutal“-Fraktion heute den Sieg davon getragen. Diese Polarisierung wird erst dann überwunden, wenn die SPD z.B. bei den dänischen Sozialdemokraten lernt und alle Rechtsverstöße von kriminell gewordenen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft nicht durch gnädig gemeintes Wegschauen beantwortet. Leute, die hier bleiben wollen und wiederholt kriminell geworden sind, haben hier kein Bleiberecht, sondern müssen abgeschoben werden. Dies im Interesse aller Deutschen, egal welcher Herkunft sie sind. Wenn so vorgegangen wird, wird auch die republikanische Mitte wieder erstarken.
Und die gewählte Überschrift ist auch noch in einem zweiten Sinne war. Armutszeugnis steht hier nicht nur für eine realitätsleugnende Naivität, sondern sorgt dafür, dass öffentliche Kassen real arm werden. Die Familie des kriminellen Marko M. z.B. erhielt Monat für Monat etwa 7.500 €. Arm hingegen sind die Mittel für die Instandhaltung von Schulbauten und Spielplätzen, für eine verpflichtende Vorschulzeit in KiTas vom 5. Lebensjahr an und für viele andere Dinge mehr.
Und selbstverständlich freue ich mich über jeden Prozentpunkt, den die AfD – egal wo – nicht erhält, nicht nur heute.

Die Beratungen zum Synodalen Weg in der katholischen Kirche fanden am vergangenen Wochenende ihren Abschluss in Stuttgart. Allerdings ohne Beteiligung von Kölner Bischöfen. Ein Selbst- und Amtsverständnis des hiesigen Kardinals Woelki, unmittelbar von Christus eingesetzt worden zu sein und deswegen nicht in einem Gremium mit Laienbeteiligung mitarbeiten zu dürfen, hat der Kirchenrechtler Thomas Schüller aus Münster „strukturell häretisch“ genannt (KStA 29.1.26). Nach Gutsherrenart den eigenen Willen für absolut zu halten, hat mit christlicher Kirche wirklich nichts zu tun. Ich habe in meinen Ekklesiologievorlesungen gelernt, dass Kirche bis zur umfassenden Verwirklichung des Reiches Gottes eine vorläufige und begrenzte Organisationsform darstellt. Solchermaßen relativiert sollte ein Hochmut, wie ihn Woelki pflegt, gar nicht erst gedeihen dürfen. Die Mahnung von Thomas Schüller „Ein Bischof ohne Volk ist – nichts“ dürfte sich bald auch auf andere Weise bewahrheiten, wenn Woelki alle vertrieben hat, die sich für eine lebendige und von allen getragene Kirche einsetzen. Er scheint sich das Ziel gesetzt zu haben, katholische Kirche im Rheinland endgültig gegen die Wand zu fahren.
Wie kann man mit fast 89 noch die Anstrengungen eines Konzertes stemmen? Wolf Biermann wählte am 1.11.2025 im Tanzbrunnen unweit der legendären Sporthalle vom seinem ersten Konzert in Köln einen klugen Ansatz: Angesagt von seiner charmanten Frau Pamela bestritten andere Künstlerinnen und Künstler, auf die ein oder andere Art mit Biermann verbunden, diese Hälfte.
Dieses Jahr sind die Fastenregeln (kein Essen, kein Trinken während des Tages) besser zu ertragen. Was mich heuer befremdet, ist die abendliche Ramadan-Beleuchtung zum Beispiel auf der Venloer Straße. Ich hätte überhaupt kein Problem mit solch’ einer Wertschätzung religiösen Lebens, wenn sie nur minimal auf Wechselseitigkeit beruhen würde. Blicke ich jedoch auf die Türkei oder – noch schärfer ausgeprägt – auf Aserbeidschan, kann ich dort nur eine gezielte Unterdrückung der christlichen Religion feststellen. In Aserbeidschan werden im Gebiet von Berg Karabach jahrhundertealte Kirchen unwiederbringlich zerstört. Nichts und niemand soll daran erinnern, dass hier Christinnen und Christen über Jahrhunderte gewohnt haben. In der Türkei geht die aktive Verdrängung alles Christlichen etwas subtiler vor sich: Umgehungsstraßen oder andere Straßenprojekte werden vorzugsweise dort entlang geführt, wo sich noch Überreste von Kirchen und Kapellen befinden. Mit juristischen Winkelzügen wird in Istanbul verhindert, dass armenisch-stämmige Christen ein Priesterseminar, das ihnen vor dem Genozid gehört hat, wieder nutzen können.
Mit Henriette Reker erhält das bislang Jahr um Jahr wieder abgebaute Denkmal zur Erinnerung an den im Gebiet der heutigen Türkei verübten Genozid eine prominente Fürsprecherin. (KStA 10./11.6.23) Es wird sich erweisen, ob die Initiative „Völkermord erinnern“, die Stadt Köln und die Kräfte der Zivilgesellschaft sich gegen die Pressionen von Ditib, Grauen Wölfen und „Initiativ Türk“ durchsetzen können und diesem Denkmal einen dauerhaften Platz sichern.



