Bundesolaf oder Bundeskanzler? Perspektiven vor der NRW-Landtagswahl

Quelle: Wikipedia

Herr Scholz ist mit dem flotten Spruch angetreten, wer bei ihm Führung bestelle, bekäme sie auch. Davon kann erst recht nach dem heutigen Tag keine Rede mehr sein. Bedauerlicherweise haben alle Vorschläge, eine irgendwie geartete Impfpflicht einzuführen, keine Mehrheit gefunden. Das fällt deutlich auf Herrn Scholz und seinen Gesundheitsminister zurück. Mir fehlt dazu – ehrlich gesagt – auch ein Stück Leidenschaft in dem, wie Herr Scholz Politik betreibt. Wo er, der immerhin die Richtlinienkompetenz in der deutschen Politik besitzt, in diesen Zeiten besondere Schwerpunkte setzen möchte? Mir ein Rätsel.

Dann ist da noch dieser Krieg in der Ukraine, der uns vermutlich noch auf Wochen begleiten wird. Immerhin hat sich Scholz da mal aus der Deckung getraut und mit seiner Rede vom 27.2. und dem vorgeschlagenen 100-Milliarden-Sondervermögen für die Bundeswehr eine deutliche Initiative gezeigt. Was von diesem Sondervermögen übrig bleibt, wenn alle daran Interessierten noch ordentlich Wasser in den Wein gekippt haben, bleibt abzuwarten.

Bleibt die Landtagswahl am 15. Mai in NRW: Ich würde mich freuen, wenn die SPD, die man auch Schröder-Platzeck Partei (dabei sollte man natürlich auch Frau Schwesig, Herrn Weil und Herrn Stegner e tutti quanti nicht vergessen) nennen könnte, wegen ihrer unausgegorenen und überaus zögerlichen Haltung zum russischen Angriff auf die Ukraine einen kleinen Denkzettel bekäme. Herr Wüst hat seine Sache in NRW ganz ordentlich gemacht (er sollte aber Frau Heinen-Esser in die Wüste schicken – siehe Mallorca & Party). Wenn die SPD einen Dämpfer bekäme, würde auch das check and balances zwischen Zentralmacht im Bund und föderaler Landesmacht in den Bundesländern davon profitieren. Für einen säuselnden und säumigen (Impfplicht!) Bundesolaf könnte das als Ansporn dienen, tatsächlich zu einen Bundeskanzler auf der Höhe der Ereignisse zu reifen.

Und dann noch ein Sonderwunsch: Die Clowns von der Linken wären mit 2 % Wählerstimmen doch prächtig bedient. Sie würden dann auch sehen, wie ihre Nibelungentreue zu einem aggressiven Russland gewürdigt wird.

Tipps zu Recherche-Arbeiten bei T4-Ermordeten?

Die Mitteilung an die Mutter des Ermordeten

Ein Verwandter von mir wurde im Februar 1941 in Hadamar im Rahmen der sogenannten T4-Aktion hingerichtet. Er wurde im Jahr 1907 im Westerwald geboren. T4 stand übrigens für die Berliner Tiergartenstraße 4, unter deren Adresse die reichsweit angelegten Tötungsaktionen organisiert wurden.

Das Schema, das in Hadamar verfolgt wurde, sah so aus: Die dorthin Verfrachteten wurden gleich bei ihrer Ankunft untersucht, um die später vorgegebene angebliche Todesursache halbwegs stimmig klingen zu lassen. Anschließend wurden sie in Gaskammern geführt, ermordet und zum Schluss in Krematorien verbrannt. Die Angehörigen erhielten einen nichtssagenden Brief mit einer erfundenen Todesursache.

Glücklicherweise sind auch diese Ermordeten inzwischen als Opfer anerkannt und werden erinnert. Für meinen Verwandten soll in seiner Heimatgemeinde in diesem Sinne ein Stolperstein verlegt werden.

Was mir und uns vor dieser Gedenkaktion noch fehlt sind Hinweise, wie sich der Aufenthalt des Verwandten vor seiner Hinrichtung nachweisen lässt. Er hat zu dieser Zeit in einem Kloster im Westerwald als Gärtner gearbeitet. Möglicherweise lässt sich dieser Raum sogar auf den Umkreis von Montabaur eingrenzen. Vier Klöster in diesem Raum habe ich bereits angeschrieben, ohne bislang aussichtsreiche Informationen erhalten zu haben.

Da ich nicht der Erste bin, der so eine Recherche-Arbeit angeht, hoffe ich von den Erfahrungen anderer profitieren zu können. Meine Fragen dazu:

• Ist es aussichtsreich, irgendwo Meldeunterlagen aus der Zeit von 1921 bis 1941 greifen zu können? Falls ja, wo werden diese vorgehalten?
• Sind Schulabschlüsse und Schulaufenthalte in der Regel erfasst? Ich habe eine Schule aus dem fraglichen Raum angeschrieben, um Vorgängerschulen zu ermitteln. Wo wären dann, wenn die Schule des Verwandten nicht mehr existiert, möglicherweise vorhandene Unterlagen weitergereicht worden?
• Wie weit hat Sozialversicherung auch Leute erfasst, die in einem Kloster gearbeitet haben? Wo sind aus damaliger Zeit vielleicht vorhandene Unterlagen heute zugreifbar?
• Die Nazi-Tötungsmaschinerie ließ es sich nicht nehmen, auch noch über die Ermordeten peinlich genau Buch zu führen. Sind weitere Unterlagen außer diesen Briefen nach vollzogener Ermordung in Hadamar zu erwarten?

Über Hinweise, auch Literaturhinweise, wie sich weitere Informationen beschaffen lassen, würde ich mich sehr freuen. Hierzu ließe sich die Kommentarfunktion meines Blogs benutzen oder die Email-Adresse “hennef_mann(at)gmx.de”.

Wanderer, kommst du nach…

Wanderhütte mit den Angeboten

Süchterscheid, so berichte den Dortigen…?!

Lassen wir das mit dem Bildungsgerümpel und noch mal in Prosa: Wandern überhaupt, also auch im Siegtal, macht Spaß, aber auch hungrig und durstig. Wer die Pfalz durchwandert, findet im 15-km-Abstand fast überall eine Hütte oder Gelegenheit zur Einkehr. So weit sind wir im Siegtal noch nicht.

Die Hütte (roter P.) befindet sich in westlicher Richtung auf dem Weg nach Blankenberg

Aber Süchterscheid! Der Bio-Laden Hüsgen hat es sich nicht nehmen lassen, für die bedürftigen Wanderer einen einladenden Rastplatz bereit zu stellen. Dieser langt allemal für den kleinen Durst und Hunger. Das Prinzip ist Freiwilligkeit: Jede und jeder bedient sich an heißem Wasser, Kaffee-Extrakt oder Tee und den leckeren Plätzchen und hinterlässt anschließend in der Porzellan-Spardose einen angemessenen Beitrag. Auch Getränke wie z.B. eine leckere Radler-Limonade stehen bereit.

Herzlichen Dank an den Bio-Laden Hüsgen.

Öffnungszeiten: Die Wanderhütte steht winters wie sommers am Wochenende mit den oben beschriebenen Angeboten zur Verfügung. Auch außerhalb dieser Zeit lassen sich die Sitzgelegenheiten in und vor der Hütte benutzen. In diesem Fall muss dann selbst etwas mitgebracht werden. Einkehrmöglichkeiten in der Nähe für den größeren Hunger finden sich in Süchterscheid direkt an der Kirche und in Blankenberg (Restaurant Zum Alten Turm, Haus Sonnenschein, Panorama Café).

Kölner Synagoge in der Glockengasse visualisiert – 9.11.2021

Wahrscheinlich ist diese neue Form der Erinnerungskultur an die Shoah unumgänglich, wenn die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen wegsterben. (Ich denke hier besonders an die Opfer, die Täter sind meistens wenig auskunftsfreudig.) Der Architekt und Dozent Marc Grellert (TU Darmstadt) hat seine Erfahrungen mit Antisemitismus in eine besondere Aktion umgesetzt. Er hat es sich gemeinsam mit einer Projekt-Gruppe zur Aufgabe gemacht, durch die Visualisierung einer Reihe deutscher Synagogen dem Vergessen etwas entgegenzusetzen. Fast alle Synagogen waren bekanntlich im Novemberprogrom 1938 von den Nazis zerstört worden. Selten, dass Bürgerinnen und Bürger in den Städten und Dörfern Deutschlands diesem Treiben etwas entgegen gesetzt hätten.

Eine besonders prächtige Synagoge stand in Köln in der Glockengasse dort, wo heute die Oper steht. Sie war im 19. Jahrhundert im sogenannten maurischen Stil nach Plänen des Dombaumeisters Zwirner errichtet worden. Finanziert hatte sie Freiherr von Oppenheim. Auch diese Synagoge brannte am 9.11.1938. Eine Tora-Rolle von dort wurde, nachdem sie durch einen katholischen Priester nach dem Anschlag beiseite gebracht werden konnte, nach dem Krieg der neuentstandenen Synagogengemeinde übergeben.

Am Gedenktag des Novemberprogroms bestand nun in Köln die Gelegenheit, die Visualisierung der zerstörten Synagoge auf einer Großleinwand in der Nähe ihres früheren Ortes zu sehen. Besonders eindrücklich war, mit 3D-Brillen den Innenraum und das Äußere der Synagoge erkunden zu können.

Vier weitere Fotos von mir finden sich hier.

Doğan Akhanlı – ein etwas anderer Held

Wieviele Saftsäcke der politischen Bühne erfreuen sich bester Gesundheit und dann stirbt so ein ruhiger und bescheidener Menschenrechtsaktivist und Schriftsteller… Nein, auch auf dieser Ebene geht es nicht gerecht zu in dieser Welt. Trotzdem sollten ihn alle Menschen in ihrem Herzen behalten. Dies gilt besonders für solche, die sich wie er für Frieden, Aufdeckung von Unrecht und beharrliches Widersprechen gegen gängige Lügen („Nein, in der Türkei hat es niemals einen Genozid an Armeniern gegeben”) einsetzen.

Ich habe ihn, als er noch in meinem Nachbarstadtteil Bickendorf wohnte, mal auf der Straße angesprochen und ihm meinen Respekt für sein Tun ausgesprochen. Auch per Email waren wir noch einmal in Kontakt. Shalom, Doğan Akhanlı. Möge deine Person und deine Arbeit nicht in Vergessenheit geraten und von anderen Frauen und Männern fortgesetzt werden.

* Quelle des Fotos: Wikipedia-Artikel zu D. A.

Gebetsruf in Deutschland – Unterdrückung von Christinnen und Christen in der Türkei. Offener Brief an Frau Reker

Sehr geehrte Frau Reker,

ein Muezzin-Ruf zum Freitagsgebet in den Moscheen wird in Köln ausgesprochen kontrovers diskutiert. Ich möchte dazu Stellung nehmen und auf Punkte hinweisen, die bislang wenig Beachtung fanden.

• Islam in Köln ist im wesentlichen türkisch und sunnitisch geprägt. Die meisten hiesigen Moscheen stehen unter der Leitung der DITIB. Diese wiederum ist Befehlsempfängerin der türkischen Religionsbehörde Diyanet. Diese Abhängigkeit hat zu einer Reihe hässlicher Vorfälle geführt: Bespitzelung von muslimischen Gläubigen, Instrumentalisierung der Moscheen in den Auseinandersetzungen mit der Gülen-Bewegung, Lobpreisungen in den Moscheen für militärische „Heldentaten” u.a.m.

• Auch die Einweihung der Ehrenfelder Großmoschee, die ja eigentlich ein Willkommen der Stadt für die hiesigen Muslime darstellen sollte, ging – Sie werden sich erinnern – drastisch daneben. Eine Einladung an Sie und andere Repräsentanten der Zivilgesellschaft wurde „vergessen”. Der ehemalige Bürgermeister Schramma hat hier deutlich davor gewarnt, diese unfreundliche Haltung der DITIB nun in besonderer Weise durch eine einseitig positive Haltung der Stadt Köln zu honorieren (KStA 16./17.10.21).

• Vollständig unbegreiflich wird Ihre sogenannt „liberale” Haltung der türkisch-muslimischen Gemeinde gegenüber, wenn die Verhältnisse für Christen und Kirchen in der Türkei gegen die in Deutschland gewährte Religionsfreiheit gehalten werden. Prinzipien wie Menschenwürde, Freiheit (lat. libertas) oder Religionsfreiheit sind universell. Wer sie in Anspruch nimmt, muss wechselweise genau so handeln. Diese Prinzipien müssten daher im Gegenzug auch anderen, nicht-muslimischen Relgionsgemeinschaften in der Türkei eingeräumt werden. Davon kann dort allerdings überhaupt keine Rede sein (s.u.).

Ich bitte Sie daher dringend, den DITIB- und anderen türkisch geprägten Moscheen keinen Muezzin-Ruf zu gestatten und es bei der bisherigen Regelung zu belassen. Sollte sich in einigen Jahren die Situation von Christinnen und Christen in der Türkei grundlegend zum Besseren wenden, ließe sich über den Gebetsruf noch einmal neu nachdenken.

Stellen Sie sich vor: Deutsche Muslime sähen sich nur einem Bruchteil der einschränkenden und unterdrückerischen Maßnahmen gegenüber, die Christen und Christinnen in der Türkei zu ertragen haben. Das Geschrei wäre ohrenbetäubend. Wo soll der Sinn liegen, in dieser Situation türkisch-dominierte Moscheegemeinden noch zu hofieren?

mit freundlichen Grüßen

G. Jünger

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Boris Johnson als Lappenclown

Ältere Semester werden ihn noch kennen: Eine immer noch gültige Führerschein-Ausfertigung der alten Bundesrepublik galt als Lappen, weil er auf ein Leinen basiertes Papier gedruckt wurde. Er war unhandlich, immer etwas speckig, hatte aber einen Vorteil: Er berechtigte dazu, LKWs bis 7,5 t zu fahren.

Boris Johnson muss arg in Not sein, wenn er diese Eigenschaft von Deutschen (horribile dictu) angesichts der aktuellen Transportkrise im Vereinigten Königreich nutzen möchte. Die Leute, die ich kenne, werden als Akademikerinnen kaum Interesse haben, für ein Butterbrot englische Lieferwagen durch’s Land zu fahren.

Vielleicht hat BoJo aber viel strategischere Ziele. Er möchte im kommenden Kölner Karneval – so er denn stattfindet – als Lappenclown geehrt werden. Das ist eine für den Kölner Karneval typische und höchst angesehene Verkleidung. Dem clownesken BoJo ist diese Rolle nun wirklich auf den Leib geschnitten.

And one more thing, BoJo: Can’t help either, exchanged this special lappen licence some years ago to have less hassle when using a rental car in Ireland.

MIQUA findet Unterschlupf im Kolumba

Ein Bauvorhaben in Köln sprengt mal wieder alle Planungsziele. Eigentlich war der Bezug des neuen, über der Mikwe und der archäologischen Zone in Rathausnähe errichteten Museums MIQUA für 2022 geplant. Um wieviel Jahre auch dieser schon nach hinten verschobene Bezugstermin gerissen wird, wissen die Götter.

Da es aber in diesem Jahr darum geht, an 1700 Jahre jüdischen Lebens in Köln zu erinnern, ist das Kolumba-Museum in die Bresche gesprungen. Dieses kleine feine Museum in der Kolumbastraße (Nähe Nord-Süd-Fahrt) hat zu diesem Zweck auch sein Ausstellungskonzept erweitert. Stand bislang die Kunst im Vordergrund, tritt jetzt explizit die Geschichte jüdischen Lebens in Köln als Ausstellungszweck hinzu. Zwei Ausstellungsstücke sind besonders spektakulär: Die Ausstellung enthält eine Replik eines Bildfrieses aus dem Titusbogen in Rom. Daneben ist auch bis zum 18.10.21 das Schriftstück zu sehen, das die 1700jährige Geschichte von jüdischem Leben in Köln nachweist. Ein Dekret von Kaiser Konstantin aus dem Jahr 321 ist glücklicherweise dadurch überliefert, dass im 6. Jahrhundert eine Abschrift für archivarische Zwecke der römischen Verwaltung angefertigt wurde.

Oft sind es aber auch die kleineren Ausstellungsstücke, die faszinieren: So steht zum Beispiel in einer Vitrine in Raum 10 ein Reliquienkreuz neben zwei silbernen Dosen. Beide haben wohl kultische Bedeutung, beide entstammen vermutlich verwandten Werkstätten. Sie werden damit zum Symbol eines zumindest partiell friedlichen Nebeneinanders von christlichem und jüdischen Leben in Deutschland.

Allen an Stadtgeschichte, jüdischer Geschichte und Kunst Interessierten ist die Ausstellung In die Weite nachdrücklich empfohlen. Vielleicht würde die Ausstellung noch breitere Kreise ansprechen, wenn die beiden Prunkstücke (Titusfries, Kaiserurkunde) ein wenig medial aufbereitet würden. Für nachdrücklich Interessierte liefert das kleine blaue Ausstellungsbüchlein die nötigen Informationen. Ausstellung bis zum 15.8.2022.

Woelki verstockt

Die Causa Woelki, von der alle wissen, nur deren Namensgeber nicht, kommt aus der Sommerpause. Erzbischof Woelki tut so, als sei mit der verspäteten Veröffentlichung des zweiten Gutachtens zum Thema „Sexualisierte Gewalt” alles Nötige gesagt. Dieses Gutachten hat aber nie zum Inhalt gehabt, dass Woelki lange Jahre im System Meisner durch die Funktion eines Privatsekretärs fest verankert war. Auch die Verbindung zu seinem Düsseldorfer Mentor O., den nur seine Demenz davor bewahrt hat, sich für seine Verbrechen verantworten zu müssen, ist im Gutachten nur gestreift. Woelki sieht sich wieder mit Oberwasser unterwegs, nachdem er im Ahrtal mit angefasst hat. Er schreibt sogar von „Hunderten Briefen”, die ihn zum Ausharren auf seinem Posten ermutigt hätten.

Dass gleichzeitig Tausende Katholikinnen und Katholiken die Nase gestrichen voll haben von einer dermaßen gleichgültigen Kirche und austreten, schert ihn absolut nicht. Wer vorwiegend im Echoraum seiner Entourage unterwegs ist, hört nur, was ihm gefällt. Diese Selbstbezogenheit mit feudalen Wurzeln hat der Jesuit Klaus Mertes kürzlich treffend charakterisiert: „Ich glaube, er tritt deswegen nicht zurück, weil er sein Scheitern nicht sieht. Er versteht sich als ein aufgeklärter Monarch, der alles gut und richtig machen will und auch getan hat, abgesehen von einigen verzeihlichen Fehlern.“

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Alternativ-Sein schützt nicht vor Hirnschädigung – oder ist das zu hart formuliert?

Ja, es gibt nachweislich Leute, die nach einer Covid-Schutzimpfung gestorben sind. Deren Prozentzahl bewegt sich im Bereich von kleinen Bruchteilen eines Promills. Auch deren Tod gehört beklagt.

Diese Meinungsäußerung aus Schablone und Sprühdose fand ich in der Marienstraße, bei mir um die Ecke. Für mich spricht die Form der Meinungsäußerung für alternatives Milieu.

Wer sich darüber aber über die inzwischen 91.679 Todesfälle durch Covid-19 (Stand 3.8.21, 13 Uhr, Quelle: RKI) hinwegsetzt, muss sich ernstlich nach seiner / ihrer Tauglichkeit für einen vernunft- und evidenzbasierten Diskurs fragen lassen.

Gleiches gilt für eine Klage über die Corona-Diktatur, die sich am Ende meiner Straße Richtung Vogelsanger Straße finden lässt. Macht mich einfach nur baff…

 

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