§ 219a gestrichen – kein Grund zu jubeln

Es war gegen Ende meiner Schulzeit (Abitur 1974), dass im Bundestag heftig über das Für und Wider einer Fristenlösung beraten wurde. Ich konnte mich im Laufe der Jahre mit dieser “Lösung” mehr oder weniger abfinden, anfreunden wäre definitiv zuviel gesagt, da ich mir als Mann eine grundsätzlich eingeschränkte Sichtweise auf den Problemkomplex Eigenständigkeit vs. Lebensrecht, der nun mal Frauen zuerst betraf, zuschrieb.

Heute soll nun der §219a, der bislang Werbung für abtreibende Ärztinnen und Ärzte untersagte, gestrichen werden. Dass bisher jede und jeder, die oder der sich über Abtreibungsmöglichkeiten in ihrer oder seiner Region informieren wollte, vielfältige Angebote per einfachster google-Suche erhielt? – Nebbich. Eine Abtreibung ist aber deutlich etwas anderes als z.B. die Entfernung von Krampfadern oder eines Hallux Valgus. Das bisherige Werbeverbot war für mich Ausdruck eines gesellschaftlichen Konsenses: Hier die berechtigten Autonomieansprüche jeder Frau – dort der Eingriff in ein entstehendes Leben, das mit jeder Abtreibung beendet wurde. Vielleicht wird es ja eine etwas andere Frauenbewegung irgendwann berücksichtigen, dass immerhin die Hälfte aller Abtreibungen Mädchen, also zukünftige Frauen, betrifft. Das im Hinterkopf zu behalten, wäre doch ein Gewinn. Diesen Konsens aufzukündigen ist in jedem Fall mehr als bedauerlich.

Meine zweite Tochter, 1981 abgetrieben, wäre heute 41. Was für ein Verlust…

Das klerikale Missverständnis

Laut Kölner Stadtanzeiger vom 8.6.22 hat Kardinal Woelki in seiner Pfingstpredigt gefordert, die Kirche zu lieben („Der Kardinal rief dazu auf, die Kirche zu lieben ‚trotz aller menschlichen Schwächen, Fehler und Sünden, mit der wir …ihre Schönheit immer wieder beflecken.’“)

Diese eingefordert Liebe ist weder biblisch begründbar, noch hat sich die Ekklesiologie* für solch’ eine A-Priori-Liebe der Kirche ausgesprochen. Kirche wird dort nur als Übergangsgröße eingestuft, die bis zur Vollendung des Reiches Gottes ihre Berechtigung hat.

Einmal mehr ist hier das Denken Herrn Woelkis dem Top-Down-Muster und einer bloß noch behaupteten Autorität, die eine bröckelnde Hierarchie schützen soll, verhaftet. Mit solchen Botschaften lässt sich mit Recht niemand mehr hinter dem Ofen hervorlocken.

Eine biographische Reminiszenz dazu: Meine Mutter nötigte mich, abends meinem Vater einen Gute-Nacht-Kuss zu geben. Da war ich aber bereits elf oder sogar zwölf und die stachelige Wange des Vaters ist mir noch lebhaft in Erinnerung. In dieser Zeit war das zuvor gute Verhältnis zu meinem Vater schon ziemlich kaputt. Weder er noch ich mochten diese Geste. Liebe – weder den Eltern, noch der Kirche gegenüber – kann jemals verordnet werden.

Dass es auch Menschen im Erzbistum in Leitungsfunktion gibt, die aus den Erschütterungen von katholischer Kirche im Rheinland gelernt haben, hat mir ein Gottesdienst am 3.6.2022 mit Weihbischof Puff gezeigt. Er trat bei diesem besonderen Gottesdienst anlässlich der Verleihung der Missio-Urkunden sehr bescheiden auf und sprach von den vielen Fehlern, die die Amtskirche gemacht hat. Der Kölner Stadtanzeiger zitiert ihn zum Pfingstfest in dem gleichen Artikel so: „Die Kirche muss rauskommen aus dem Befehlen wollen und dafür anfangen, zuzuhören.“

*Ekkelesiologie ist die theologische Disziplin, die sich mit dem Selbstverständnis und der biblischen Begründung von Kirche beschäftigt.

Leben nach dem Tod – Was denken Nina Hagen und andere…

Die Süddeutsche hat zu Christi Himmelfahrt verschiedene Prominente befragt, welche Vorstellungen sie von einem jenseitigen Leben haben. Darunter waren Charlotte Knobloch, Robert Seethaler, Sahra Wagenknecht, Cem Özdemir und die schrille Nina Hagen. Deren Vorstellungen haben mich berührt. Auch die anderen Autorinnen und Autoren hatten Gehaltvolles zu sagen. Hier lässt sich der ganze Artikel – leider hinter einer Bezahlschranke – nachlesen. Frohe Pfingsten!

Rejoint – The Mystic Journey :: eine Aufführung in der Grabeskirche St. Bartholomäus, Köln

 

If my heart could do my thinking
and my head begin to feel
I would look upon the world anew
and know what’s truly real
Van Morrisson

Da ist zunächst der Ort: St. Bartholomäus ist seit einigen Jahren ein Kolumbarium, das heißt eine Begräbniskirche. In ihren Seitenwände sind schon Hunderte Urnen, jeweils mit Namensschild, eingelassen. Das Zentrum dieser besonderen Kirche ist ein quadratischer Raum, der durch einen Vorhang aus dünnen Metallfäden abgeteilt wird. Dort werden die Begräbnisfeiern abgehalten. Das Raumkonzept und die Gestaltung allgemein haben schon Preise eingeheimst. Kurzum, wir befinden uns auf einem besonderen Platz für diese Performance. Einem Friedhof.

Die Gattung zu bestimmen fällt zugegebenmaßen schwer: Reden wir von einem Theaterstück, einem Mysterienspiel, einer Oper…? Die Produzenten sind da eindeutiger und sprechen von einer Performance. Die Kirchengemeinde in Bickendorf und Ossendorf (BiOs) war übrigens schon immer gut, spektakuläre kulturelle Veranstaltungen im kirchlichen Raum aus der Taufe zu heben.* Auch bei Rejoint – The Mystic Journey war der Aufwand am 14./15.5.22 beträchtlich: zwei Tänzerinnen, Ratio und Mystik darstellend, eine Schauspielerin für die Rolle der Unschuld, ein Schauspieler in der Rolle des Philosophen, dazu ein großer Chor von der Musikhochschule Detmold, der Regisseur und die Tontechnik. Das  Bindeglied zur lokalen Kirche waren die 7 Reisebegleiterinnen und -begleiter aus Köln. Sie sind nicht nur Personen, die Besucherinnen und Besucher an die verschiedenen, kleinen, bestuhlten Flächen in dieser besonderen Umgebung führen. Sie haben auch dramaturgische Funktionen und erinnern in ihren einheitlich weißen Gewändern an den Chor antiker Stücke.

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Die fremde Braut – Necla Keleks Buch ist zu empfehlen

Eine für mich eine wiederkehrende Beobachtung als Lehrer einer Kölner Hauptschule: Wenn beide Eltern von Schülern mit türkischem Hintergrund zum Elternsprechtag kamen, waren in der Regel die Mütter noch sehr viel weniger als die Väter in der Lage, den Gesprächen zu folgen. Da halfen alle Bemühungen meinerseits wenig, mich einfach auszudrücken. Oft blieb nur die Möglichkeit, den Kollegen für muttersprachlichen Unterricht hinzuziehen.

Dass darin kein böser Wille verborgen lag, sondern sich darin auch eine Geschlechterpolitik innerhalb der muslimisch-türkischen Community ausdrückt, machte mir das Buch von Necla Kelek deutlich. Es heißt Die fremde Braut. Ein Bericht aus dem Inneren des türkischen Lebens in Deutschland.

Kelek nimmt ihre eigene Famliengeschichte zum Ausgangspunkt zu einer Untersuchung dafür, wie es zu einer starken Abschottung der meisten türkisch-stämmigen Frauen in der deutschen Öffentlichkeit kommt. Dazu muss etwas weiter ausgeholt werden: Die Frau gilt im Mainstream-Islam, wie Kelek darlegt, als diejenige, die mittels ihrer Sexualität die bürgerliche Ordnung und Familie bedroht. Um dem entgegen zu wirken, werden viele Mädchen oder Frauen möglichst jung – und häufig in arrangierten Ehen – mit türkischen Männern verheiratet. Die Rechnung geht so: Sind die jungen Männer einmal mit privilegierter Sexualität mit ihrer Partnerin ruhig gestellt, sind sie für ein gesittetes, dem Islam gemäßes Leben tauglicher. Dass die jungen Partnerinnen vorzugsweise aus der ländlichen Türkei importiert werden, macht die Abhängigkeit der jungen Frauen in Deutschland um so größer. Sie finden sich in einer fremden Umgebung vor, die sie mangels Sprachkenntnissen kaum erkunden können und sollen. Im System ist das aber durchaus gewollt: Auf die Familie zurückgeworfen, sollen sie gut kochen, möglichst viele Kinder austragen und ausschließlich auf eine familiäre Umgebung ausgerichtet sein.

Dieses System funktioniert in der Regel deswegen so gut, weil die importierten Frauen ihre Machtlosigkeit eine Generation später in der Rolle der Schwiegermutter wettmachen können. Jetzt sind sie es, die eine wichtige Rolle für die Auswahl der zukünftigen Schwiegertochter ausüben. Sie profitieren mehrfach: Zum einen übernehmen die jungen Frauen viele Arbeiten im Haushalt und in der Erziehung weiterer Kinder. Gleichzeitig profitieren die Mütter auch emotional: Sie werden nun in einer idealisierenden Form durch ihre Söhne verehrt. Als besonders verwerflich gilt, wer eine Mutter zum Weinen bringt. Die jungen Ehefrauen bleiben hingegen unmündig und auf ihre Rolle für Küche, Sex und Nachwuchs beschränkt. Die eigenen Frauen bleiben in solch einer Partnerschaft eine „fremde Brautˮ, wie Kelek mit ihrer Titelwahl herausstellt. Wo sollten in einem so gearteten familiären System auch Anregungen für Begegnung, eine reife Partnerschaft und wechselseitige Entwicklung herkommen? Die nach Deutschland importierten Bräute, die sich diesem Land gegenüber nur abgrenzen können, haben Glück, wenn sie sich in den Moscheegemeinden zumindest religiös stabilisieren können.

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Stolperstein für Paul Jünger in Wallmenroth (3.2.2022)

der Stolperstein unten am rechten Bildrand

Vielleicht gerade heute wert, hervorgehoben zu werden: Für Paul Jünger, am 25.2.1941 in Hadamar als Opfer der sog. T4-Aktion ermordet, wurde am 3.2.2022 in Wallmenroth in unmittelbarer Nähe der Hauptstraße ein Stolperstein verlegt. Damit wurde mein Verwandter ein Stück weit wieder in die Familie und die Gesellschaft zurückgeholt und nachträglich rehabilitiert. Viele Schülerinnen und Schüler aus benachbarten Schulen waren beteiligt (und nicht nur anwesend). Das Kreuz im Vordergrund besteht aus Teelichtern, von denen jedes einzelne für einen Ermordeten im Umkreis von Betzdorf und Wallmenroth stand. Für alle – jedenfalls für mich – ein bewegender Moment. (Ein 2. Stolperstein wurde unweit von dem obigen ebenfalls in Wallmenroth verlegt. Er galt Otto Schneider, der sich in Verzweiflung über die bereits gefallenen Brüder und den sinnlosen Einberufsbefehl am 4. Februar 1945 das Leben nahm.)

Imre Kertécs’ KZ-Roman: Schicksallosigkeit als Chiffre

Wir schreiben das Jahr 1944. Der Untergang Hitlers und seines Reiches zeichnet sich ab. Hitlers Schergen nehmen einen direkteren Zugriff auf das verbündete Ungarn: dadurch droht nun auch der jüdischen Bevölkerung Ungarns die Vernichtung. Das sind die Rahmenbedingungen für Kertécs’ Roman, den er ausdrücklich nicht als Autobiographie eingestuft wissen will.

Zum Roman: Györgi Köves, das erzählende Ich des Romans, wird im Sommer ’44 auf der Straße zusammen mit anderen Jungen aufgegriffen. Anfangs will er diesem Vorgang noch den Schein von Normalität geben. Der festnehmende Polizist hat für den Jungen – Kertécs und sein Alter Ego wurden mit 14 verhaftet – eher wohlwollende Züge. Erst als der Marsch aller festgesetzten Jugendlichen und Erwachsenen in eine Ziegelei erfolgt, wird der Zwangscharakter der Unternehmung und die Bedrohung deutlich.

Kertécs bleibt aber durchgängig bei der Perspektive des mit 14 Jahren noch naiven Jungen. Keine nachträgliche Reflektion bewertet aus der Rückschau die sich immer weiter zuspitzenden Ereignisse.

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„Noch ist Polen nicht verloren” ̶ ̶ ??

„Noch ist Polen nicht verloren” sangen republikanisch gesinnte Menschen in Europa, als sich die Polen 1830 gegen die russische Fremdherrschaft vergeblich erhoben. Auch zu anderen Zeiten war Polen sich der Sympathien sicher: 1980 leiteten die Streiks auf der Danziger Werft – angeführt von Solidarność – den späteren Zusammenbruch des Ostblocks mit ein. Auch als ein Jahr später das Kriegsrecht in Polen eingeführt wurde, stand die westliche Linke in Deutschland mehrheitlich den Oppositionellen in Polen bei.

Und heute? Polen, seit 2004 EU-Mitglied, scheint Homophobie in den Rang einer Staatsdokrin erheben zu wollen und versucht schon seit einigen Jahren, die Richterschaft zu knebeln. Da die EU darauf besteht, dass die EU-Verträge, die Polen unterzeichnet hat, auch eingehalten werden, droht demnächst ein Zwangsgeld von 1,5 Millionen Euro täglich.

Dies vor Augen holt Herr Kaczyński den nationalistischen Hammer raus und spricht von Reparationen, die Deutschland noch zu leisten habe. Auch der Ruf nach einem EU-Austritt wird lauter.

Ich finde, dass die EU nun gefordert ist: Sie darf nicht nur das Mündchen spitzen, sie muss auch pfeifen. Pfeifen auf ein Polen, das die Klub-Regeln der EU offensichtlich missachtet. Frau Merkel, gestern verabschiedet, hat sich immer bemüht, Polens Regelverstöße gegen EU-Recht irgendwie einzufangen. Wer das aber als Aufforderung missversteht, auf diesem Weg unbeirrt weiter zu machen, muss jetzt ein deutliches Stop-Signal vermittelt bekommen.

Liebe Polinnen und Polen, wenn ihr eurem Vize-Ministerpräsidenten Kaczyński und seiner PiS-Partei ins Abseits folgen wollt: Bitte sehr. Vielleicht nehmt ihr auch gleich noch Ungarn mit und macht euren eigenen Verein auf. Wer Menschenrechte, eine offene Presse und freie Sender nicht verträgt und mitträgt, kann in der EU nicht bleiben. Sie ist mehr als ein Wirtschaftsverein, in dem es um die Maximierung der eigenen ökonomischen Vorteile möglichst auf Kosten der anderen geht. Die Rückkehr unter anderen Umständen ist genauso wenig wie für das UK ausgeschlossen.

Gotteslob würdigt Jochen Klepper und nimmt Lieder von ihm auf

Das Gesangsbuch für die katholische Kirche in deutschsprachigen Ländern heißt jetzt schon in der zweiten, völlig neu bearbeiteten Auflage Gotteslob. Es hat in mancherlei Hinsicht gewonnen. Die schönen Grafiken von Monika Bartholomé haben die Bleiwüste der Vorgängerversion „durchlüftet“. Dieses Buch lädt ein, auch einfach mal nur so durchgeblättert zu werden.

Noch wichtiger aber sind inhaltlich neue Dinge. Katholische Kirche zeigt sich hier mal ihrem Namen entsprechend (gr. katholikós allumfassend) offen und hat zum einen eine Anzahl fremdsprachiger Lieder berücksichtigt. Diese stammen beispielsweise aus dem englischen (Wait for the Lord GL 732), spanischen (Nada te turbe GL 813), französischen (La ténèbre GL 812) oder griechischen Sprachraum (Hágios ho Theós GL 300,2). Dass die ausdrucksstarken Lieder von Huub Osterhuis weiter vertreten sind, darf man als Erfolg gegen Hinterwäldler hervorheben.

Zum anderen wird mit Jochen Klepper ein Liedautor gewürdigt, der es schon lange in die evangelischen Gesangsbücher geschafft hat. Seine Liedtexte wurden – zu Unrecht wie ich meine – von seiner tragischen Lebensgeschichte überschattet. Jochen Klepper (*22.3.1903 – †11.12.1942) war ein evangelischer Pfarrerssohn, Schriftsteller und Journalist – ein Grenzgänger par excellence. Wegen seiner labilen Gesundheit beendete er sein Theologiestudium nicht. Er reüssierte jedoch mit Der Vater, einem Roman über Friedrich Wilhelm I. von Preußen und mit Der Kahn der fröhlichen Leute, einem Heimatroman. Außerdem gelang es ihm, im Vorwärts und im Wochenblatt Unsere Kirche zu publizieren. Auch im neuen Medium Rundfunk konnte er Beiträge plazieren.

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Kölner Synagoge in der Glockengasse visualisiert – 9.11.2021

Wahrscheinlich ist diese neue Form der Erinnerungskultur an die Shoah unumgänglich, wenn die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen wegsterben. (Ich denke hier besonders an die Opfer, die Täter sind meistens wenig auskunftsfreudig.) Der Architekt und Dozent Marc Grellert (TU Darmstadt) hat seine Erfahrungen mit Antisemitismus in eine besondere Aktion umgesetzt. Er hat es sich gemeinsam mit einer Projekt-Gruppe zur Aufgabe gemacht, durch die Visualisierung einer Reihe deutscher Synagogen dem Vergessen etwas entgegenzusetzen. Fast alle Synagogen waren bekanntlich im Novemberprogrom 1938 von den Nazis zerstört worden. Selten, dass Bürgerinnen und Bürger in den Städten und Dörfern Deutschlands diesem Treiben etwas entgegen gesetzt hätten.

Eine besonders prächtige Synagoge stand in Köln in der Glockengasse dort, wo heute die Oper steht. Sie war im 19. Jahrhundert im sogenannten maurischen Stil nach Plänen des Dombaumeisters Zwirner errichtet worden. Finanziert hatte sie Freiherr von Oppenheim. Auch diese Synagoge brannte am 9.11.1938. Eine Tora-Rolle von dort wurde, nachdem sie durch einen katholischen Priester nach dem Anschlag beiseite gebracht werden konnte, nach dem Krieg der neuentstandenen Synagogengemeinde übergeben.

Am Gedenktag des Novemberprogroms bestand nun in Köln die Gelegenheit, die Visualisierung der zerstörten Synagoge auf einer Großleinwand in der Nähe ihres früheren Ortes zu sehen. Besonders eindrücklich war, mit 3D-Brillen den Innenraum und das Äußere der Synagoge erkunden zu können.

Vier weitere Fotos von mir finden sich hier.

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