Vigil – spannende Mini-Serie auf arte

Loben bringt mehr als Sanktionieren. Alte Pädagogenweisheit. Hoffen wir mal, dass auch das Öffentlich-Rechtliche durch beständiges Loben und Hervorheben des Positiven den Anteil von gelungenen Filmproduktionen im Vergleich zu der schnarchlangweiligen Dauerkost steigert.

Heute gibt es eine spannende Serie von arte anzuzeigen, die dieser Sender von der bbc übernommen hat. Vigil spielt in Schottland auf einem U-Boot und – parallel zu der Haupthandlung – ebendort an Land. Amy, Ermittlerin, wird beauftragt, einen mysteriösen Todesfall an Bord eines Trident-U-Boots zu untersuchen. Sie muss dabei mit ihren Klaustrophobieattacken zurecht kommen, die auf einen familären Schicksalsschlag zurückgehen. Ihr gegenüber steht die rothaarige Kirsten. Beide Frauen sind oder waren ein Paar. Davon zeugt eine völlig unkitschig-schöne Liebesszene, die mit Musik von Novo Amor unterlegt ist. (Wer’s genau wissen will: Folge 4/6, etwa bei 48:26.) Auch eine Entdeckung.

Ansonsten lebt die Serie Vigil nicht nur von der besonderen Location eines U-Boots, sondern auch von den internationen Verwicklungen. Das U-Boot soll nämlich in jedem Fall unentdeckt bleiben vor den Nachstellungen russischer Boote, aber auch eines amerikanischen U-Boots. Daneben sind die Darstellerinnen hervorragend. Außer den beiden Frauen sind auch Garry Lewis (ein Wiedersehen nach Billy Elliot) und Paterson Joseph als Kapitän des U-Boots erwähnenswert.

In der Mediathek von arte noch eine Weile vorgehalten. Die Folgen 4 bis 6 werden in Kürze ausgestrahlt.