2004 waren die olympischen Spiele in Athen. Die Stadt wollte sich propper präsentieren und ließ alle Straßenhunde einfangen, die dann anschließend getötet werden sollten. Auch Noah – unser Hund – gehörte zu diesen Hunden, hatte aber das Glück, von Tierfreunden in ein Tierheim nach Wiehl verfrachtet zu werden. Dort haben wir ihn im Frühjahr 2005 gegen Erstattung einiger Kosten als Familienhund zu uns geholt.
Noah – Vorbesitzer von ihm, die mit ihm nicht zurecht gekommen waren, hatten ihn „Kevin“ genannt, wir sind dann schnell wieder zu seinem ersten Namen „Noah“ zurückgekehrt – hatte als junger Hund all’ die Flausen im Kopf, die auch andere Jungtiere und Jungmenschen an sich haben. In einer Hinsicht war er aber von Anfang an ziemlich besonders: Er konnte ziemlich bald an den Wanderungen teilnehmen, die nach der Familienphase immer mehr möglich waren. Mit einer Frauengruppe und einem zweiten Hund hat er eine beträchtliche Anzahl von Etappen auf dem Camino nach Santiago di Compostella auf dem ersten Teil durch die Eifel und Lothringen mitgemacht.
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Mit viel pseudo-staatsmännischem Gehabe ist also der aktuelle Jungspund der FDP, Christian Lindner, gestern Nacht vor die Presse getreten und hat diesen Satz rausgehauen: „Wir werden unsere Wähler nicht im Stich lassen, indem wir eine Politik mittragen, von der wir nicht überzeugt sind.? Entschuldigung, worum geht es noch mal bei Politik? In Auseinandersetzung mit anderen politischen Kräften versucht jeder, soviel von seiner Programmatik umzusetzen, wie möglich (legitim). Aber selbst FDP-Wählerinnen und -Wählern ist sonnenklar, dass dies eben nicht die komplette Umsetzung der jeweils eigenen Parteiprogrammatik in ein Regierungsprogramm sein kann. Die FDP hatte immerhin mit CDU und CSU zwei Parteien an ihrer Seite, mit denen es in der Vergangenheit und auch in der aktuellen Programmatik immer eine beachtliche Schnittmenge gegeben hat. Es ehrt hier die Grünen, dass sie wohlabgewogen viel Flexibilität zugunsten einer Regierungsbildung aufgebracht haben, und nicht – wie manche im vorhinein vielleicht geunkt hätten – die Sollbruchstelle in diesen Sondierungsgesprächen gebildet haben.
Süddeutschland ist meistenteils so schön, wie unsere Fahrt in den Herbstferien nach Deidesheim und an den Bodensee wieder gezeigt hat, dass ich mich manchmal frage, ob es weiter südlich nicht auch oder vielleicht sogar besser gegangen wäre. Der Reset-Knopf für’s Leben ist aber noch nicht erfunden, glücklicherweise vermutlich.
Wolf Biermann hat Öffentliches und Privates mal so aufeinander bezogen: Da, wo Familienalbum und Geschichtsbuch sich überschneiden, wird Geschichte spannend. Wende ich das auf mich an, fällt mir zu meinen evangelischen Anteilen ein, dass meine Großmutter mütterlicherseits aus Ostpreußen kommend ihrem katholischen Mann zuliebe konvertiert ist. Meine eigene Mutter, an erster Stelle Vermittlerin meiner christlichen Überzeugungen, hat sie als besonders fromme Frau beschrieben. Sie hatte dann auch über Jahre überhaupt kein Problem, in einem evangelischen Kirchenchor zu singen, dem sie (und der ihr) bis weit ins 7. Lebensjahrzehnt die Treue gehalten hat.
Etwas vergröbernd: Die