Der Vergleich zwischen den Kriegskrediten, die 1914 im Deutschen Reich, übrigens auch von der SPD, gebilligt wurden, und dem diese Woche verabschiedeten Schuldenpaket von CDU/CSU, SPD und Grünen ist eine groteske Verzerrung. Frau Wagenknecht macht auf Rosa Luxenburg, verhebt sich aber gehörig an diesem Vorbild. (Sollte man ihr wenigstens den Klumpfuß gönnen?)
Ein entscheidender Unterschied zwischen 1914 und 2025 liegt darin, dass mit dem verabschiedeten Schuldenpaket neben der Infrastruktur und Klimaschutzmaßnahmen entscheidend die Wehrfähigkeit Deutschlands wiederhergestellt werden soll. Dies zu tun ist angesichts der russischen Aggression und Destabilisierungsmaßnahmen gegen die Ukraine und einige andere Länder unabweislich. Sich hier im Umkehrschluss
das Friedenslabel anzuheften – wie es das BSW tut – ist in hohem Maß unredlich.
Wählerinnen und Wähler haben entschieden, dass diese Politik im Bundestag nicht mehr vertreten sein soll. Gut so. Nicht zuletzt wird damit das Kooptionsmodell des BSW abgestraft, dass den Zugang zu dieser Partei nur willfährigen und handverlesenen Mitgliedern erlaubte. (Es wäre spannend gewesen zu überprüfen, ob eine derartige Partei überhaupt die Finanzierung durch Wahlkampfkostenerstattung rechtmäßig für sich beanspruchen kann. Wenn das BSW aber auf Bundesebene nicht mehr stattfindet, hat sich diese Fragestellung erübrigt.)
Was im übrigen die von Frau Wagenknecht und ihren Claqueuren geforderten Verhandlungen mit Russland bringen, kann jeder aufmerksam Beobachtende deutlich sehen. Russland und die USA schmeißen die Ukraine dann eben gemeinsam vor den Bus.

Starten wir mit dem Positiven: Etwa 1000 Leute protestierten an diesem Wochenende an Straßen Vermounts stehend (das ist wirklich ein kleiner Bundesstaat) gegen Mistkerl J.D. Vance. Dieser wollte mit seiner Familie in Vermount Ski-Fahren.
Joachim Meyerhoff ist mit einigen Büchern hervorgetreten, die das Skurile und manchmal auch Traurige seiner Lebensgeschichte dem Publikum nahebrachten. Das für ihn Einnehmende für mich war, dass er auch die
Der amtierende Bundeskanzler steht mit der von ihm geführten SPD bei gerade mal um die 15 %, gebärdet sich aber, als sei er noch für Überraschungen gut. Er hat nicht einfache Umstände zu verarbeiten gehabt, das sei ihm zugestanden. Wer aber eine Christine Lambrecht als Verteidigungsministerin präsentiert, der ihre kosmetischen Behandlungen wichtiger waren als sich die Einweisungen in ihr Fachgebiet zu Gemüte zu führen. Wer mit kaum nachvollziehbaren Gedächtnislücken zum Thema Steuerverkürzung der Warburg-Bank auffiel. Wer als Scholzomat mit geringem Gespür für kommunikative Nuancen auffiel und nach außen häufig den Eindruck erweckte, die anderen seien einfach zu blöd. Wer den schwarzen CDU-Minister Chialo als „Hofnarr” meint bezeichnen zu müssen und wer in einer internen SPD-Sitzung schließlich abweichende Ministermeinungen der grünen Koaltionspartner zum Thema Ukraine-Krieg als „unpatriotisch” bewertete, der sollte jetzt von der politischen Macht entbunden werden.

Dieser Dylan-Titel fiel mir ein, als ich mich auf unterschiedliche Art angebaggert fühlte. Da gibt es die gröbere Variante („untervögelt”). Mails dieser Art kommen etwa so zahlreich wie Hinweise auf Treppenlifte, Wärmedecken und Viagra-Produkte – schon eine bezeichnende Mischung. Dazu kommen die etwas intellektueller daherkommenden Kontaktangebote, gerne über linked.in. Werde dort in Zukunft Kontaktanfragen noch vorsichtiger beantworten. Und ja: Ein bisschen Bereitschaft auf Schmeichelei zu reagieren, ist vielleicht auch im Spiel. Ich weiß aber auch, in welcher Altersliga ich spiele und nichts ist peinlicher als darüber hinwegtäuschen zu wollen.
Kürzlich geschenkt bekommen und als lesenswertes Buch betrachtet, alleine der Hype um das Buch ist übertrieben in meinen Augen.