Rejoint – The Mystic Journey :: eine Aufführung in der Grabeskirche St. Bartholomäus, Köln

 

If my heart could do my thinking
and my head begin to feel
I would look upon the world anew
and know what’s truly real
Van Morrisson

Da ist zunächst der Ort: St. Bartholomäus ist seit einigen Jahren ein Kolumbarium, das heißt eine Begräbniskirche. In ihren Seitenwände sind schon Hunderte Urnen, jeweils mit Namensschild, eingelassen. Das Zentrum dieser besonderen Kirche ist ein quadratischer Raum, der durch einen Vorhang aus dünnen Metallfäden abgeteilt wird. Dort werden die Begräbnisfeiern abgehalten. Das Raumkonzept und die Gestaltung allgemein haben schon Preise eingeheimst. Kurzum, wir befinden uns auf einem besonderen Platz für diese Performance. Einem Friedhof.

Die Gattung zu bestimmen fällt zugegebenmaßen schwer: Reden wir von einem Theaterstück, einem Mysterienspiel, einer Oper…? Die Produzenten sind da eindeutiger und sprechen von einer Performance. Die Kirchengemeinde in Bickendorf und Ossendorf (BiOs) war übrigens schon immer gut, spektakuläre kulturelle Veranstaltungen im kirchlichen Raum aus der Taufe zu heben.* Auch bei Rejoint – The Mystic Journey war der Aufwand am 14./15.5.22 beträchtlich: zwei Tänzerinnen, Ratio und Mystik darstellend, eine Schauspielerin für die Rolle der Unschuld, ein Schauspieler in der Rolle des Philosophen, dazu ein großer Chor von der Musikhochschule Detmold, der Regisseur und die Tontechnik. Das  Bindeglied zur lokalen Kirche waren die 7 Reisebegleiterinnen und -begleiter aus Köln. Sie sind nicht nur Personen, die Besucherinnen und Besucher an die verschiedenen, kleinen, bestuhlten Flächen in dieser besonderen Umgebung führen. Sie haben auch dramaturgische Funktionen und erinnern in ihren einheitlich weißen Gewändern an den Chor antiker Stücke.

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