Wanderer, kommst du nach…

Wanderhütte mit den Angeboten

Süchterscheid, so berichte den Dortigen…?!

Lassen wir das mit dem Bildungsgerümpel und noch mal in Prosa: Wandern überhaupt, also auch im Siegtal, macht Spaß, aber auch hungrig und durstig. Wer die Pfalz durchwandert, findet im 15-km-Abstand fast überall eine Hütte oder Gelegenheit zur Einkehr. So weit sind wir im Siegtal noch nicht.

Die Hütte (roter P.) befindet sich in westlicher Richtung auf dem Weg nach Blankenberg

Aber Süchterscheid! Der Bio-Laden Hüsgen hat es sich nicht nehmen lassen, für die bedürftigen Wanderer einen einladenden Rastplatz bereit zu stellen. Dieser langt allemal für den kleinen Durst und Hunger. Das Prinzip ist Freiwilligkeit: Jede und jeder bedient sich an heißem Wasser, Kaffee-Extrakt oder Tee und den leckeren Plätzchen und hinterlässt anschließend in der Porzellan-Spardose einen angemessenen Beitrag. Auch Getränke wie z.B. eine leckere Radler-Limonade stehen bereit.

Herzlichen Dank an den Bio-Laden Hüsgen.

Öffnungszeiten: Die Wanderhütte steht winters wie sommers am Wochenende mit den oben beschriebenen Angeboten zur Verfügung. Auch außerhalb dieser Zeit lassen sich die Sitzgelegenheiten in und vor der Hütte benutzen. In diesem Fall muss dann selbst etwas mitgebracht werden. Einkehrmöglichkeiten in der Nähe für den größeren Hunger finden sich in Süchterscheid direkt an der Kirche und in Blankenberg (Restaurant Zum Alten Turm, Haus Sonnenschein, Panorama Café).

Dreitälerweg Merten – Süchterscheid – Blankenberg

Manche Dinge liegen mehr oder weniger vor der Haustüre. Man muss sie allerdings wahrnehmen. Von daher ist die Covid-19-Zeit für mich nicht nur die Große-Gürtel-enger-schnallen-Zeit gewesen, sondern auch der Zugang zu Neuem.

Auf die Gefahr hin, demnächst (zu) viele Menschen auf diesem Weg zu finden, hier ein Plädoyer für den Dreitälerweg in der Siegregion. Dieser lässt sich mit der DB von Köln aus in 40 Minuten erreichen. Einstieg zum Wanderweg ist die Bahnstation Merten. Von dort geht es am ehemaligen Kloster vorbei und über die Siegbrücke zum Krabachtal (Tal #1). Der Weg folgt diesem Tal, bis die Zufahrt nach Süchterscheid gekreuzt wird. Über Süchterscheid (Einkehrmöglichkeit im Landhaus Süchterscheid, gegenüber der Kirche, oder in dem netterweise von dem Biobetrieb Hüsgen bereitgestellten “Wanderhüttchen”) wird das Ahrenbachtal (Tal #2) erreicht. Dieses ist der landschaftlich vielleicht schönste Teil der Strecke. Dieser führt zunächst sanft bergab, bevor er kurz vor Blankenberg wieder ansteigt. (dort vielfältige Einkehrmöglichkeiten). Der letzte Abschnitt erfolgt süd-östlich an der Stadtmauer Blankenbergs entlang talwärts zur Sieg (Tal #3) und zum Ausgangspunkt Merten zurück. Wer in Blankenberg schon genug gewandert ist, kürzt ab und benutzt schon in Blankenberg die Bahnstation. Die Züge von dort verkehren halbstündig und schnell sind Hennef, Siegburg oder Köln wieder erreicht.

Eine ausführliche Weg-Beschreibung mit gpx-Datei findet sich hier. Viele Fotos, die auf der Strecke entstanden sind, sind hier. Es gibt zwar auch eine Beschilderung des Weges, die einen aber an entscheidenden Stellen im Stich lassen kann. Mit Wander-Navi sind Sie jedenfalls auf der sicheren Seite! Die Gesamtstrecke (einschließlich Merten) wird mit 16,74 km angegeben.

Ohne die Rückkehr nach Merten lässt sich die Strecke in etwas mehr als 3 Stunden netto bewältigen. Viele Pflanzen, landschaftlich sehenswerte Streckenabschnitte, eine Wallfahrtskirche in Süchterscheid und die in den letzten Jahren herausgeputzte Burg in Blankenberg machen die Strecke vielseitig und attraktiv. Wer Glück hat, sieht auch die Roten Milane, die ich schon an verschiedenen Abschnitten der Strecke beobachten konnte.

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