Die Beratungen zum Synodalen Weg in der katholischen Kirche fanden am vergangenen Wochenende ihren Abschluss in Stuttgart. Allerdings ohne Beteiligung von Kölner Bischöfen. Ein Selbst- und Amtsverständnis des hiesigen Kardinals Woelki, unmittelbar von Christus eingesetzt worden zu sein und deswegen nicht in einem Gremium mit Laienbeteiligung mitarbeiten zu dürfen, hat der Kirchenrechtler Thomas Schüller aus Münster „strukturell häretisch“ genannt (KStA 29.1.26). Nach Gutsherrenart den eigenen Willen für absolut zu halten, hat mit christlicher Kirche wirklich nichts zu tun. Ich habe in meinen Ekklesiologievorlesungen gelernt, dass Kirche bis zur umfassenden Verwirklichung des Reiches Gottes eine vorläufige und begrenzte Organisationsform darstellt. Solchermaßen relativiert sollte ein Hochmut, wie ihn Woelki pflegt, gar nicht erst gedeihen dürfen. Die Mahnung von Thomas Schüller „Ein Bischof ohne Volk ist – nichts“ dürfte sich bald auch auf andere Weise bewahrheiten, wenn Woelki alle vertrieben hat, die sich für eine lebendige und von allen getragene Kirche einsetzen. Er scheint sich das Ziel gesetzt zu haben, katholische Kirche im Rheinland endgültig gegen die Wand zu fahren.
Papst Leo, bitte üben Sie einen Akt der Barmherzigkeit und befreien uns von diesem Verkünder der unfrohen Botschaft Woelki!
